Die Rentabilitätsvorschau - wie viel muss oben rein, damit unten etwas herauskommt?

Die Rentabilitätsvorschau - wie viel muss oben rein, damit unten etwas herauskommt?

Die Rentabilitätsvorschau - wie viel muss oben rein, damit unten etwas herauskommt?
Wie viel Umsatz benötige ich? Welche Kosten besitze ich? Was ist mit der Gewerbesteuer? Was bleibt am Monatsende übrig? Das sind Fragen, die Sie als Unternehmer interessieren sollten. In einer Rentabilitätsvorschau sehen Sie genau diese Fragen auf einen Blick! Klar, Glaskugel lesen kann keiner. Mit einer detaillierten Umsatz- und Kostenplanung erhalten Sie dennoch ein sehr gutes Gefühl dafür, was machbar ist. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Herangehensweise. Sie berechnen Ihre Kosten, um zu sehen, wie viel Umsatz Sie benötigen und können danach abschätzen, ob dies realisierbar ist. Üblicher ist es, mit dem Umsatz zu beginnen.
1. Umsatzplanung
Bei der monatlichen Umsatzplanung sollten Sie möglichst genau vorgehen. Wenn möglich, kann es sinnvoll sein, produktbezogen und nach Stückzahlen zu planen. Wichtig ist, dass Sie hierbei Ihre Erkenntnisse aus der Markt- und Zielgruppenanalyse berücksichtigen. Haben Sie in der Marktanalyse für Ihren Hausaufgabenservice festgestellt, dass sich in Ihrem Zielgebiet 300 potenzielle Schüler befinden und Sie planen bereits im ersten Monat 250 hiervon zu versorgen, ist dies unrealistisch. 
2. Kostenplanung:
Die monatliche Kostenplanung erfolgt auf Basis der Fixkosten und der variablen Kosten. Variable Kosten sind zum Beispiel Materialkosten, Kfz-Kosten, Reparatur, Porto, Zeitschriften, Beratungskosten, Werkzeuge, Arbeitskleidung und Zinsen kurzfristig. Bei den Fixkosten müssen Sie Personal, Abschreibungen, Miete, Versicherungen/Beiträge, Buchführung, Leasing, Telefon, die Zinsen langfristig berücksichtigen. Informieren Sie sich im Vorfeld bei einem Versicherungsmakler über die Höhe Ihrer Versicherungsbeiträge, reden Sie mit dem Vermieter, dem Stromversorger und vor allem mit Lieferanten, um Ihre Preise zu kennen.
3. Steuern, Ertrag und Tilgung:
Nach Abzug aller Kosten steht Ihnen ein Ertrag zur Verfügung. Über diesen können Sie, wenn positiv, nicht voll Verfügen. Hier hält Vater Staat nochmals die Hände auf. Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer stehen noch an. Je nach Rechtsform werden Sie veranlagt. Ihr Steuerberater kann Ihnen hierzu genauere Auskunft geben. Was dann übrig bleibt, ist Ihr Ertrag. Haben Sie ein Darlehen aufgenommen, dass ohne tilgungsfreie Anlaufjahre auskommt, müssen Sie die Tilgungsraten ebenfalls berücksichtigen.